Abschied von Sigi Wolf

Heute wurde Sigi Wolf zu Grabe getragen. Sie hat sich um Limburg und die CDU verdient gemacht wie nur wenige vor ihr. Sigis jahrzehntelanges Engagement für unsere Partei führte sie 2001 in das Amt der Ortsvorsteherin der Kernstadt, das sie seitdem mit außerordentlichem Engagement und Erfolg ausgeübt hatte. Sie war über alle Parteigrenzen hinweg beliebt und anerkannt und bis vor wenigen Wochen unermüdlich für „ihr Limburg“ im Einsatz.

Sigi Wolf, verwitwete Mutter zweier Kinder, wurde am 2.12.1939 geboren und wuchs in der Limburger Südstadt auf. Die gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau arbeitete für die Limburger Traditionsunternehmen Hammerschlag und Brauerei Busch und engagierte sich neben der Kommunalpolitik in der Fastnacht – als Chefin des „Ring Limburger Carneval“ und gefeierte Präsidentin zahlreicher Kappensitzungen.

Sigi war eine außerordentlich liebenswerte und beliebte Kommunalpolitikern. Sie war allen Menschen gegenüber offen und übte ihr Amt als Ortsvorsteherin in geradezu vorbildlicher Weise unparteiisch aus. Obwohl oder gerade weil sie durch und durch überzeugte Christdemokratin war, verfügte sie über die Fähigkeit, ohne parteipolitische Scheuklappen zu denken. Damit öffnete sie uns nicht selten die Augen für die Sichtweise „der Leute“, für deren Anliegen Sigi immer offene Ohren hatte. Für sie kam die Sache stets vor Parteitagsbeschlüssen, und wenn sie von etwas überzeugt war, wusste sie dafür zu kämpfen – innerhalb und außerhalb der CDU. Dabei kam Sigi ihre pragmatische, zupackende Lebenseinstellung zugute. Wenn die Limburger Probleme an sie herantrugen, redete sie nicht lange um die Sache herum, sondern brachte deren Lösung voran. Nicht vergessen werden wir auch ihren Humor. Sigi Wolf hat uns in der einen oder anderen – oft langen – Sitzung mehr als einmal zum Lachen gebracht.

Als liebenswerten, kritischen, zupackenden und humorvollen Menschen werden wir „die Sigi“ in Erinnerung behalten. Unsere Gedanken sind bei ihrem Sohn, ihrer Tochter und ihrem Lebensgefährten.