Diezer und Limburger CDU für grenzüberschreitende Verkehrsplanung

Die CDU-Verbände von Diez und Limburg fordern eine grenzüberschreitende Verkehrspolitik. Nach Ansicht der Christdemokraten kann es nicht sein, dass die Überlegungen zur Luftreinhaltung und Verbesserung der Verkehrssituation in Limburg regelmäßig an der Landesgrenze enden. Um gemeinsam zu besprechen, wie in dieser Hinsicht endlich Fortschritte erzielt werden können, haben sich kürzlich CDU-Kommunalpolitiker aus den beiden Städten und der Limburger CDU-Bürgermeisterkandidat Stefan Laux (Bildmitte) am Bahnhof Diez-Ost getroffen. Dabei wurde schnell klar, dass die Dom- und die Grafenstadt in Sachen Verkehrspolitik das gemeinsame Interesse haben, ein Dieselfahrverbot in Limburg zu verhindern. Letzteres würde nämlich auch für die Bürger und Unternehmen von Diez gravierende Folgen haben. Dazu der Diezer Erste Beigeordnete Marco Rosso: „Das Diezer Industriegebiet wäre von einem Dieselfahrverbot in Limburg stark betroffen!“

Die Limburger und Diezer Christdemokraten identifizierten drei Projekte, die ohne jahre- oder gar jahrzehntelange Vorplanung umsetzbar seien und somit schnell ihre verkehrsentlastende Wirkung entfalten könnten. Dazu zählt zunächst eine Verbesserung des grenzüberschreitenden öffentlichen Nahverkehrs. Die örtlichen CDU-Verbände wollen über kommunale und landespolitische Initiativen erreichen, dass Diez und Limburg ein einheitliches Tarifgebiet werden und es zu einer besseren Vertaktung von Bussen und Bahnen diesseits und jenseits der Grenze kommt. Denn wer derzeit mit dem ÖPNV von der Diezer Innenstadt zum ICE-Gebiet gelangen will, sei erstens viel zu lange unterwegs und müsse sich zweitens mit teils komplizierten Tariffragen auseinandersetzen. In Frankfurt arbeitende und im Rhein-Lahn-Kreis lebende Inhaber von RMV-Jobtickets müssten beispielsweise für das letzte, verschwindend kleine Teilstück von Limburg in ihre Heimatorte eine eigene Zeitkarte kaufen. Das sei unnötig und teuer und schrecke so manchen von der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ab.

Deutliche Verbessengen seien auch beim Fahrradverkehr möglich. So gebe es zur Zeit keine sichere Radwegeverbindung aus Diez über die Diezer Straße in die Limburger Innenstadt. Auch die Streckenführung vom Limburger Bahnhof über den Stephanshügel und die Industriestraße ins Diezer Industriegebiet sei für Fahrradfahrer alles andere als einladend.

Last but not least zeigten sich die Christdemokraten der Idee gegenüber offen, auf Diezer Gemarkung Pendlerparkplätze einzurichten, von denen aus Rheinland-Pfälzer in die Limburger Innenstadt und zum ICE-Bahnhof kommen könnten. Hier sei insbesondere eine enge Vertaktung unerlässlich, damit die Pendler nach dem Abstellen des Autos nicht zu lange auf die nächste Verbindung nach Limburg warten müssten.

Bei alldem sind sich die CDU-Verbände aus Limburg und Diez mit Bürgermeisterkandidat Stefan Laux einig, der das Treffen folgendermaßen zusammenfasste: „Wer den Autoverkehr verringern und ein Dieselfahrverbot verhindern möchte, der muss den Menschen attraktive Alternativen bieten. Und diese Alternativen dürfen selbstverständlich nicht an der Landesgrenze enden.“

 

Diezer und Limburger Christdemokraten am Bahnhof Diez-Ost im Gespräch über eine bessere Planung des Verkehrs zwischen den beiden Städten.